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Goldpreisentwicklung

Die aktuelle Goldpreisentwicklung

Die Goldpreisentwicklung erzeugt aktuell Hoffnungen bei den Anlegern. Im Februar 2017 ist der Preis auf dem vorläufigen Höhepunkt einer kleinen Rallye angelangt, die im Dezember 2016 bei rund 1.123 $/oz (Dollar pro Feinunze) bzw. ca. 1.080 Euro pro Unze ihren Anfang genommen hatte. Hierzu ist anzumerken, dass die Goldpreisentwicklung 2016 von einer großen Volatilität geprägt war, der Kurs bildete ein Hoch bei ~1.377 $/oz und dann das beschriebene Tief bei 1.123 Dollar. Dass von dort aus eine kleine Rallye beginnt, ist an sich nichts Ungewöhnliches. Wenn die Auguren nun also einen neuen Aufschwung beim Gold ausrufen und das mit Kaufaufforderungen verknüpfen, könnte das zu kurz gesprungen sein.

Chart: Goldpreisentwicklung in Euro

Das große Bild zeigt etwas anderes: Nach seiner Jahrtausendrallye (siehe weiter unten) ab 2001 ist der Goldpreis ab 2013 in eine Seitwärtsphase übergangen. Aus Sicht der historischen Entwicklung über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte ist das aber der Normalfall beim Gold. Diese Phase wird von kleineren Swings geprägt, die sich schon 2016 andeuteten. Der gegenwärtige Aufschwung der letzten drei Monate – Stand der Betrachtung: 17.02.2017 – ist nichts weiter als Bestandteil so eines Swings, noch dazu eher ein kleiner Bestandteil. In diesem Kontext gab es die bislang größten Goldpreisbewegungen der letzten drei bis vier Jahre im Jahr 2016.

Goldpreisentwicklung 2016

Im Jahr 2016 legte der Goldpreis die größten Bewegungen seit Mitte 2013 vor. Damals hatte es in der ersten Jahreshälfte einen deutlichen, sogar crashartigen Rückschlag seit der großen Hausse ab 2001 gegeben, dann pendelte sich der Kurs seitwärts ein – mit leichtem, sägezahnartigen Abwärtstrend. Dieser schwer zu handelnde, leichte Abwärtstrend ab etwa Juli 2013 endete, als der Goldkurs ab Januar 2016 auf einmal nach oben schoss: Von ~1.050 auf über 1.360 $/oz im Juli 2016. In Euro ist das eine Spanne für den Goldpreis von 970 bis 1.235 in 2016. Danach ging es wieder rückwärts bis auf die erwähnten 1.123 Dollar im Dezember.

Gold und Euro

Was war geschehen? Nun, der Kurs hatte im Dezember 2015 das vorläufige Tief nach der Jahrtausendrallye markiert, ein Punkt, den die Anleger weltweit mit großer Spannung erwartet hatten. Prominente Investoren hatten ab 2014 empfohlen, ins Gold erst wieder einzusteigen, wenn der Kurs die 1.000-Dollar-Marke unterschreitet. Doch wie das mit den Börsenkursen immer passiert, halten sie sich leider nicht an menschliche Weissagungen. Wahrscheinlich hatten große Fonds ihre Kauflimits zwischen ~960 bis ~1.060 Dollar platziert. Der kommende Aufschwung ab Januar 2016 war also unvermeidlich.

Dann stieg der Kurs ziemlich genau bis zum Hoch der Range, die Mitte 2013 begonnen hatte (um 1.360 $/oz), ohne dieses Hoch zu knacken. Charttechnisch veranlagte Investoren begannen genau an diesem Punkt zu verkaufen, was zu einem neuerlichen Tief im Dezember 2016 führte, aber nicht so tief, wie der Kurs ein Jahr zuvor gestanden hatte (~1.050 vs. 1.123 $). Das bedeutet: Der Kurs schwingt sich in der Range ein, die schon seit 2013 besteht. Diese Range kann sehr lange dauern. Das ist unsere Goldpreis Prognose aus Sicht von Februar 2017.

Goldpreisentwicklung seit 2000

Im Jahr 2001 begann im Gold ein Bullenmarkt, der ein Jahrtausendereignis war. Das ist keine Metapher, sondern durch Interpolation von Preisen historisch belegt. Das Gold war zuletzt – verglichen mit den Preisen etwa von Grundstücken – so teuer zwischen 1470 bis 1490 gewesen, also vor der Entdeckung Amerikas und des Azteken- und Inkagoldes durch die Spanier. Dieses Gold hatte anschließend den alten Kontinent überschwemmt und damit zu einem Preisverfall geführt. Nun stellt sich bei dieser Betrachtung eine entscheidende Frage: Was war denn um das Jahr 2000 herum passiert, das eine Jahrtausendrallye im ältesten Anlagemittel der Welt auslösen konnte? Was war das historische Ereignis, das nur mit der Entdeckung Amerikas kurz vor 1500 verglichen werden kann? Nun, die Antwort ist einfach und betrifft uns alle: Es war die Entwicklung des Internets zu einem Massenmedium, das wir seither täglich nutzen und das nie wieder verschwinden wird – ebenso wenig wie das Auto oder das Telefon.

Nur platzte um 2001/2002 die sogenannte Dotcom-Blase. Ab Ende der 1990er Jahre hatten die Investoren massiv auf ein Anwachsen der neuen Technologie spekuliert, was prinzipiell richtig war, aber zur Übertreibung führte, dass plötzlich Internet-Garagenfirmen an der Börse mehr wert waren als alteingesessene Industrieunternehmen. Es handelte sich um eine klassische Blase, die zwangsläufig platzte, worauf das zuvor verdiente Geld in andere Märkte fließen musste. Das probateste Anlagevehikel war Gold. Als sich zu diesen Entwicklungen auch noch die Terroranschläge vom 11. September 2001, die Finanzkrise 2007/2008 und die Fukushima-Katastrophe 2011 gesellten, mussten die Anleger zwangsläufig auf den sicheren Hafen Gold setzen. Im Ergebnis konnten wir die Jahrtausendrallye von rund 300 bis 400 Dollar im Jahr 2000 auf über 1.900 Dollar im November 2011 besichtigen. Achtung Euro-Anleger: Der Goldpreis in Euro erreichte sein Hoch erst am 24. August 2012 (1.367 €/oz).

Die 1970er und 1980er Jahre im Gold – Entwicklung bis zur Jahrtausendwende

Ab 1970 gab es auch eine (aus heutiger Sicht kleinere) Goldhausse. Wenn wir den Goldpreis in Euro betrachten, betrug dieser Anfang 1970 nur 66 €/oz, zehn Jahre später waren es 594 €/oz. In Euro stieg das Gold also glatt auf 900 % seines Wertes. Dem war das Scheitern des Bretton-Woods-Systems ab 1973/1974 vorausgegangen, also der Vereinbarung zwischen den wichtigsten Wirtschaftsmächten aus dem Jahr 1944 über stabile Wechselkurse. Als das System durch permanente Defizite der US-amerikanischen Handelsbilanz ab 1973 scheiterte, koppelten viele Staaten ihre Währungen wieder viel enger an das Gold und legten verstärkt Goldreserven an. Das trieb den Kurs in die Höhe.

Nach der Beruhigung ab 1980 verfiel der Preis wieder. Zu jener Zeit wuchsen die Volkswirtschaften und die Aktienmärkte, Anleger zogen ihr Geld aus dem Gold wieder ab und investierten in Aktien. Staatliche Einflüsse sorgten in den Industriestaaten für eine viel bessere Kontrolle der Inflation, neue Wirtschaftsbereiche wie die Digitalisierung bewirkten einen deutlichen Aufschwung. Auch das Ende des Ostblocks ab 1989 trug dazu bei. Diese Entwicklung endete um das Jahr 2000.

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