AKTUELLE GOLDPREISE + + + EUR 1.094,89 + + + USD 1.241,71 + + + JPY 140.627,67 + + + GBP 984,20 + + + CNY 8.564,45 + + + ILS 4.690,84 + + + INR 88.919,30 + + + KRW 1.403.878,91 + + +

Goldpreisentwicklung in US-Dollar

Der Goldpreis in Dollar wird am stärksten beachtet, international wird Gold in US-Dollar gehandelt. Die großen Goldfonds notieren überwiegend in Dollar. Standardseiten für Börsenkurse zeigen den Goldpreis in Dollar an, sodass Anleger hieraus ihre erste Orientierung beziehen, wenn sie Gold handeln wollen.

INHALTSVERZEICHNIS

Im folgenden Chart wird die Entwicklung des Goldpreises für 999-er Gold je Unze in US-Dollar im Verlauf (täglich) angezeigt. Letzter Stand: 1.241,71 US-$ für 1 Feinunze Gold-999 (XAU/USD).

Goldpreisentwicklung (999) – US-Dollar je Unze

Renditevergleich der Vergangenheit in %

ZeitraumAnlageUS-DollarEuro
Die Rendite-Werte werden täglich aktualisiert.
1 JahrGold+1.09 %+4.35 %
5 JahreGold-3.96 %+14.08 %
10 JahreGold+30.42 %+63.61 %
15 JahreGold+217.18 %+240.17 %
20 JahreGold+389.09 %+361.37 %
25 JahreGold+222.52 %+249.75 %
50 JahreGold+2,863.51 %+1,177.31 %

Goldpreisentwicklung in US-Dollar seit 2000

Zur Jahrtausendwende setzte der Goldpreis zu einer gewaltigen Rallye an, die in der Dollarwährung bis zum November 2011 andauerte. In anderen Währungen setzte sie sich noch bis Mitte 2012 fort. Die Goldpreisentwicklung entsprach einer Jahrtausendrallye. Wie man aus Interpolationen früherer Preise (vor allem für Grundstücke) weiß, war Gold relational zum letzten Mal vor der Entdeckung Amerikas ähnlich teuer. Der damalige Goldpreis könnte in heutigem Geld bei vielleicht 1.600 bis 1.800 Dollar pro Feinunze gelegen haben, er wurde durch die Entwicklung der frühen 2000er Jahre getoppt: Gold überstieg die 1.900-Dollar-Marke. Hierfür gab es mehrere entscheidende Entwicklungen, die mit dem anbrechenden Online-Zeitalter zusammenhingen. In den 1990er Jahren boomte die Gründung von Internetfirmen, die alsbald an die Börse gingen und – ohne Gewinne zu produzieren – gigantische Wertzuwächse erfuhren. Teilweise überstieg ihr Aktienwert den gestandener Industrieunternehmen. Diese Entwicklung ging als sogenannte Dotcom-Blase in die Börsengeschichte ein. Die Aufmerksamkeit bislang wenig interessierter Privatleute wurde auf börsliche Geldanlagen gelenkt, andere Aktienwerte stiegen ebenfalls stark im Wert. Den Deutschen ist beispielsweise der Börsengang der Deutschen Telekom mit dem Werbestar Manfred Krug noch gut erinnerlich. Die Dotcom-Blase platzte unweigerlich wie jede Blase um das Jahr 2001 herum, in dem es auch die schrecklichen Terroranschläge des 11. September gab. Das schickte die Aktienkurse in einem gewaltigen Crash in den Keller, das Geld suchte sich danach andere Wege. Prompt schauten die Anleger wieder auf das klassischste Vehikel aller Zeiten und investierten in Gold. Dessen erster Aufschwung dauerte bis zu einem Peak im Mai 2006 bei rund 720 $/oz (Dollar pro Feinunze), dann stagnierte die Entwicklung etwas.

Doch nun folgte die gewaltige Finanzkrise der Jahre 2007/2008, ausgelöst durch die US-amerikanische Subprime-Krise. Der neuerliche Crash am Aktienmarkt motivierte sämtliche Anleger zur neuerlichen Investition ins Gold, das sie ohnehin schon seit einigen Jahren auf dem Radar hatten. Gold stieg erneut bis Anfang 2008 auf ein Hoch bei rund 1.000 Dollar, an dieser psychologischen Hürde prallte der Preis zunächst ab. Es hielt bis Ende 2009, während sich die Aktienmärkte wieder erholten. Dann stieg der Goldkurs weiter und wurde durch die Fukushima-Katastrophe mit nachfolgendem Aktienmarktcrash nochmals nach oben getrieben, bis er kurz vor der nächsten psychologischen Hürde bei 2.000 $/oz im Herbst 2011 stoppte. Der Goldpreis in Dollar sackte dann in den Folgejahren sukzessive bis auf ~1.050 $/oz im Dezember 2015 ab, seither erholt er sich wieder etwas. Seit Anfang 2016 bildet sich eine Range zwischen 1.050 und 1.350 $/oz heraus, die durchaus eine ganze Weile Bestand haben könnte – wenn nicht wieder unvorhersehbare Ereignisse das Kursgeschehen sehr stark beeinflussen.

Konsequenzen für Dollar-Goldinvestoren

Wer Gold in Dollar kauft, kann möglicherweise nicht so schnell auf Preissteigerungen hoffen wie Anleger in Euro oder gar britischen Pfund. Der Dollar könnte sehr viel stärker werden, denn die US-amerikanische Fed (Zentralbankensystem der USA) hat schon 2016 wieder den Leitzins erhöht und möchte diese Strategie fortsetzen, wobei eine Divergenz zur EZB, aber auch zur SNB, BoJ und BoE entsteht (Zentralbanken von Europa, der Schweiz, von Japan und England). Das dürfte den Dollar stärker machen, Gold in Dollar würde damit billiger oder steigt nicht so schnell im Preis wie in einer der genannten anderen Währungen. Die Politik von Donald Trump könnte diese Entwicklung außerdem befördern. Bekannte Investoren wie Soros, Buffett, Prinz Al Waleed oder Carl Icahn investieren seit 2016, wenn überhaupt, nur äußerst behutsam in Gold. George Soros und Warren Buffett hatten schon Mitte 2011 ihre Goldfonds behutsam aufgelöst, sie hatten den Preispeak kommen sehen. Einige Experten empfehlen, Gold erst wieder zu kaufen, wenn es weniger als 1.000 $/oz kostet. Diese Empfehlung gilt allerdings schon seit 2013, bislang wurde diese Marke nicht unterschritten.

Goldpreis und Wechselkurs zwischen Dollar und anderen Währungen

Der Goldpreis wird am stärksten in US-Dollar beachtet, in dieser Währung notieren auch die meisten und wichtigsten Goldfonds. Wenn der Dollar im Preisverhältnis zu anderen Währungen vergleichsweise stabil bleibt (trotz einer leicht steigenden Tendenz) und die Nachfrage nach Gold den Gesetzen von Angebot und Nachfrage folgt, dann etabliert sich die beschriebene Range – Unvorhergesehenes nicht eingerechnet, wie vorn schon erwähnt.

Der folgende Chart kombiniert die Goldpreisentwicklung in US-Dollar mit dem zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Wechselkurs zum Euro.

Goldpreis-Entwicklung: 1 Unze Feingold (999) in US-Dollar

DatumMenge↑↓Goldpreis¤1 EUR
Die Goldpreis-Trend-Tabelle wird täglich aktualisiert.
17.12.20181 Unze1.241,71USD1,13 USD
14.12.20181 Unze1.235,30USD1,13 USD
13.12.20181 Unze1.245,67USD1,14 USD
12.12.20181 Unze1.243,82USD1,13 USD
11.12.20181 Unze1.249,81USD1,14 USD
10.12.20181 Unze1.247,52USD1,14 USD
07.12.20181 Unze1.241,70USD1,14 USD
06.12.20181 Unze1.237,78USD1,14 USD
05.12.20181 Unze1.238,93USD1,14 USD
04.12.20181 Unze1.242,85USD1,14 USD
03.12.20181 Unze1.229,81USD1,13 USD
30.11.20181 Unze1.219,96USD1,14 USD
29.11.20181 Unze1.227,37USD1,14 USD
28.11.20181 Unze1.213,92USD1,13 USD

Über den US-Dollar

Es gibt Gründe dafür, warum Gold überwiegend in US-Dollar notiert wird. Die US-Währungseinheit hat eine lange und wechselvolle Geschichte, die mit ihrer zeitweisen Deckung durch Gold verquickt ist. Auch ist der US-Dollar die amtliche, gesetzliche Währung in weitere Ländern und Regionen, darunter die Britischen Jungferninseln, Panama, Liberia, Ecuador, El Salvador, Bonaire, die Marshallinseln, Kambodscha, Mikronesien, Saba, Turks- und Caicosinseln, Osttimor, Palau, Sint Eustatius und Simbabwe. Der riesige Währungsraum der Weltleitwährung US-Dollar legt nahe, das wichtigste, traditionellste Edelmetall vorrangig in dieser Währung zu notieren. Die heute frei konvertible Einheitswährung der USA entstand ab 1690, an der nordamerikanischen Ostküste gab es damals mehrere britische Kolonien. Sie waren für England und Europa als Rohstofflieferanten (Tabak, Baumwolle) sehr bedeutsam, erhoben aber Zölle und verboten das englische Pfund als Währung. In den Kolonien wurden unterschiedliche europäische Währungen genutzt, bis um 1690 die Massachusetts Bay Colony eigenes Papiergeld als Vorläufer des US-Dollars schuf.

Die Münzprägung verbot die britische Krone ab 1704, es wurden daraufhin spanische Real und niederländische Gulden verwendet, die zur Bezeichnung “Dollar” – abgeleitet vom europäischen “Taler” – führten. Mit Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges ab 1775 führten die Kolonien Kontinental-Dollars ein, die sich aber nicht lange hielten. Erst 1785 gab es den richtigen US-Dollar, der aufgrund der wachsenden Wirtschaftsmacht der USA immer bedeutender wurde und ab etwa 1890 auch durch Gold gedeckt war. Mit dem Bretton-Woods-Abkommen von 1944 wurde dieser Goldstandard nochmals gefestigt, er scheiterte erst 1973 für den US-Dollar. Es gibt also eine lange Geschichte der Verbindung zwischen Gold und dem Dollar, das deshalb bis heute sehr gern in der mächtigsten Währung der Welt angezeigt wird.

  • Beachten Sie bitte, dass für die angezeigten Kurs-Werte keine Gewährleistung bezüglich der Vollständigkeit sowie der Genauigkeit übernommen werden kann.